Lexikon

Der Bob

Die Bob-Frisur zählt zu den Klassikern der Haarmode, und das seit über 2000 Jahren:
Bereits Cleopatra führte im antiken Ägypten modisch gestylt die Staatsgeschäfte.
Dieser unverwechselbare Schnitt wurde ebenfalls zum Markenzeichen der französischen Sängerin Mireille Mathieu.

Der Bob im Wandel der Zeiten

Erstmals in den 20er Jahren schaffte der Bob den Durchbruch zur echten Trendfrisur, wobei oftmals das bis zu den Ohrläppchen reichende Deckhaar in Wellen onduliert wurde. Besonders bei der Variante ohne Pony akzentuierten die aus der Stirn gekämmten Haare die Wangenknochen. Der extrem kurz gehaltene Nackenbereich war stets sauber ausrasiert.

Das erste Comeback gelang dem Bob als Pagenkopf in den 50er Jahren. Die Seiten reichten nun bis zum Kiefer, der waagrecht geschnittene Pony blieb. Angelehnt an dieses Vorbild kreierte der Londoner Haarkünstler Vidal Sassoon Anfang der 60er Jahre seinen Einlängen-Bob, womit er weltweites Aufsehen bei sämtlichen Modemagazinen auslöste. Durch seine spezielle Schneidetechnik reichte ein einfaches Schütteln des Kopfes aus, um die Frisur aufzufrischen - dank stumpf geschnittener Konturen fiel das Haar automatisch in Form.

Verschiedene Bob-Varianten

  • Der asymmetrische Bob ist wandlungsfähig durch ungleich geschnittene Konturen, einschließlich eines diagonal verlaufenden Ponys. Die ausstrukturierte Nackenkontur bildet dabei den harmonischen Ausgleich zum langen Haar der vorderen Partien.
  • Der A-line Bob ist genau das Gegenteil des asymmetrischen Looks. In der exakten Geometrie gerade geschnittener Seiten mit einem waagrechten Pony ist die stilisierte Form des Buchstabens "A" erkennbar.
  • Der Pilz-Bob hatte seine Blütezeit mit den Beatles und ist heute untrennbar mit dem Retro-Style verbunden. Stufiges Deckhaar sorgt für viel Volumen am Oberkopf, Seiten und Nacken sind kurz anliegend. Bei längerem Haar kannte man früher den Pilz-Bob als "Rundschnitt" mit nach innen oder außen geföhnten Spitzen.
  • Der Mod-Bob zeichnet sich durch eine lange Ponypartie und durchgestuftes Haar mit fransiger Kontur am Hinterkopf aus.
  • Der Long-Bob reicht bis knapp zur Schulter. Rundum ist das Haar auf eine Länge geschnitten und wird seitlich oder in der Mitte gescheitelt. Das nötige Volumen erzielen Rundbürste und Föhn.
  • Der Faux-Bob (der "falsche" Bob) ermöglicht lange Haare als trendige Kurzhaarfrisur zu tragen, ohne auch nur einen Millimeter abzuschneiden. Dieser Style sieht toll aus und ist leicht selbst zu machen.

Die Bob-Frisur ist pflegeleicht
Geeignet ist der Bob für schmale und ovale Gesichtsformen. Er fällt nur richtig, wenn die Haarlängen nicht auf die Schultern stoßen. Beim Nachschneiden gilt, je kürzer die Seiten sind, desto länger darf der Pony sein. Schaumfestiger bewirken Halt und Fülle, mit etwas Haarspray oder Haarwachs gelingt das Finish.